Der Freistaat Sachsen
Aufgrund einer demokratischen Entwicklung hat Sachsen den Namen Freistaat verliehen bekommen. Das kam daher, das dieses Land nicht vom wie herkömmlich vom Staat regiert wurde, sondern von den Bürgern selbst.
Wenn man die Geschichte von Sachsen betrachtet, dann kann man nachlesen, das Sachsen einmal richtig adelig war. Das Land war ein Herzogtum, Kurfürstentum und eine Marktgrafschaft. Ja sogar eine relativ lange Epoche hindurch – sage und schriebe hundert Jahre – war Sachsen ein Königreich.
Es änderte sich alles nach dem Ersten Weltkrieg
Als der Erste Weltkrieg zu Ende war, kam auch das Ende des Königreiches für Sachsen. Einige Tage nach Abschaffung des Königreiches musste der König Friedrich August der Dritte das Amt niederlegen und abdanken. Eine lange Tradition ging damit zu Ende. Kurzfristig war Sachsen eine Republik, dann aber wurde sie zu einem Freistaat auserkoren. Aber auch diese Form des Freistaates dauert nicht ewig, sondern wurde im Jahr 1933 wieder abgeschafft und Sachsen wird seitdem demokratisch von einem Parlament regiert. Nicht mehr der freie Bürger darf die Entscheidungen treffen, sondern die durch Wahl bestimmten Politiker geben die „Marschrichtung“ in Sachsen an. So oder so ähnlich werden alle Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland regiert.
Hat der Freistaat Sachsen heute noch eine Bedeutung?
Nachdem Sachsen wie die anderen sowjetisch besetzten Bundesländer nach dem zweiten Weltkrieg unter ein sozialistisches Regime fiel, und erst mit der friedlichen Revolution im Jahr 1989/1990 die Wende kam, können viele Einwohner Sachsens sich noch gut daran erinnern, wie es ist, nicht „frei“ zu sein, sprich nicht frei wählen zu dürfen, die eigene Meinung nicht frei äußern zu dürfen und sich nicht politisch zu einer Opposition zusammenschließen zu dürfen. Von daher wissen viele Sachsen heute die Errungenschaften der Demokratie weit mehr zu schätzen als die im Westen aufgewachsenen Menschen, die es nicht anders kennen.
